Vortrag und Buchvorstellung: „Vom Antisemitismus, der keiner sein will“
November 10 @ 19:00 - 21:00
KostenlosImmer wieder knöpft sich der Wiener Dichter und Gesellschaftskritiker Richard Schuberth identitätspolitische Diskursmoden vor. Deren israelfeindliche Exzesse seit dem 7. Oktober 2023 führten ihn zu den psychologischen und historischen Wurzeln des israelbezogenen Antisemitismus und der Frage nach der Scheidelinie zwischen berechtigter Antisemitismusdiagnose und Diffamierung. In Form des literarischen Essays, der Analyse mit Witz und Sprachfantasie legiert, ergründet er dieses Minenfeld der ideologischen Verzerrungen, die ihm aus seiner eigenen Biografie nur zu vertraut sind. Er ruft dabei auch seinen einstigen Antisemitismus als junger Marxist sowie seinen Kulturrelativismus als junger Ethnologiestudent in den Zeugenstand. Worin besteht dieser neue Antisemitismus? Und wie neu ist er wirklich? Und wie lässt sich Kurs halten zwischen der Kritik antisemitischer Wahnbildung und Verständnis für Leid und Anliegen von Israelis und Palästinensern? Diesen Fragen geht Schuberth nach.
Richard Schuberth ist Schriftsteller, Essayist, Drehbuchautor und vor allem Polemiker & Kritiker in österreichischer Tradition a la Karl Kraus. 2021 gewann er den österreichischen Literaturpreis Theodor-Kramer-Preis. Mit seinem hier vorgestellten Buch wurde er dieses Jahr für die Shortlist des „Tractatus – Preis für philosophische Essayistik“ nominiert.
Der genaue Ort der Veranstaltung wird nach der Anmeldung mitgeteilt:
Weitere Informationen zum Buch finden Sie beim Verlag.
Eine Veranstaltung im Rahmen von „Buch und Kritik 2026“, unterstützt von den Aktionswochen gegen Antisemitismus der Amadeu Antonio Stiftung, dem Bündnis 07. Oktober, der Frankfurt University of Applied Sciences, der DIG AG Frankfurt und dem Jungen Forum Frankfurt der DIG.